Benno Barth Award

Der benno barth award ist ein Förder- und Produktionsstipendium für künstlerische Projekte und Recherchen, die sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, darin verschiedenartigste Modelle und Ausdrucksformen erproben und kritisches Bewusstsein fördern.

Sozial engagierte Kunst findet heute sowohl innerhalb wie außerhalb des traditionellen Kunstsystems statt. Künstler*innen sind vielfach Grenzgänger*innen zwischen den Disziplinen und agieren in unterschiedlichsten Handlungsfeldern. Sie beobachten, recherchieren und thematisieren soziale Entwicklungen und Prozesse und entwickeln Visionen einer künftigen Gesellschaft. Sozial engagierte Kunstprojekte öffnen neue Welten, sensibilisieren für kulturelle Vielfalt, sowohl in autonomen Formen wie auch kollaborativen Konzepten und Strategien.

Der benno barth award versteht sich als Beitrag zur Förderung der künstlerischen und kreativen Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft im Wandel und ist ein Kooperationsprojekt der benno barth stiftung und der Sozialgenossenschaft Haus der Solidarität (HdS) in Brixen.

Das Förderprogramm unterstützt künstlerische Projekte, Interventionen, Produktionen, Recherchen und Reisen. Der benno barth award möchte dem Prozesshaften in der zeitgenössischen Kunst gerecht werden und sieht sich auch als Anschubfinanzierung, um künstlerische Projekte zum Entstehen oder auf den Weg zu bringen. Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt anhand der fristgerechten Bewerbungen durch eine Jury aus Mitgliedern der benno barth stiftung, des HdS und externen Kunstexpert*innen.

Der benno barth award wurde 2016 erstmals ausgeschrieben und wird seither periodisch vergeben.

benno barth award Ausschreibung 2026

Preisträger*innen und Projekte

2024

Die vierte Ausgabe des benno barth award wurde im Herbst 2023 ausgeschrieben. Innerhalb der Bewerbungsfrist vom 29. Februar 2024 wurden insgesamt 32 Projekte eingereicht. In ihrer Sitzung vom 10. April 2024 hat sich die Jury einstimmig für das Projekt von Masatochi Noguchi entschieden.

2021

Die dritte Ausgabe des benno barth award 2021 wurde im Jänner 2021 ausgeschrieben.

Innerhalb der Bewerbungsfrist vom 30.03.2021 wurden insgesamt 33 Bewerbungen eingereicht.

In der Jurysitzung vom 17.04.2021 wurde entschieden, den Förderpreis von insgesamt Euro 15.000 an zwei Kunstprojekte zu vergeben:

2019

Die zweite Ausgabe des benno barth award 2019 wurde im Oktober 2018 ausgeschrieben. Innerhalb der Bewerbungsfrist vom 28.02.2019 wurden insgesamt 16 Bewerbungen eingereicht.

In der Jurysitzung vom 13.04.19 wurde entschieden den Förderpreis von insgesamt € 15.000 an zwei Kunstprojekte zu vergeben.

Karin Ferrari, (*1982 Meran, lebt in Wien): Künstlerische Forschungsreise in die USA zur Umsetzung einer Serie kurzer fiktionalisierter Reiseberichte, die erforschen wie sich neue Arten der Spiritualität, Magie und des Aberglaubens im öffentlichen Raum manifestieren.

Andreas Trenker (*1990 Südtirol, I) und Giulia Faccin (I)

2016

Der benno barth award wurde am 11.05.16 erstmals ausgeschrieben.

Innerhalb der Bewerbungsfrist am 14.10.16 wurden 26 Bewerbungen eingereicht. In der anschließenden Jurysitzung wurde letztendlich entschieden den Förderpreis von insgesamt € 15.000 an zwei Künstlerinnen zu vergeben:‍

Maria Walcher (Brixen – Innsbruck) zur Umsetzung ihres Projektes „querSCHNITTE“:
Eine mobile Schneiderei wird, unterwegs in Südtirol, zur Plattform für einen interkulturellen Austausch, basierend auf der textilen Produktion aus aller Welt.

Ingrid Hora (Südtirol – Berlin) für ein Recherche- und Reisestipendium nach Indien im Rahmen ihres Projektes „Rudaali“, mit dem Ziel einer künstlerischen Untersuchung zur gewerbsmäßigen Totenklage und über grundsätzliche Fragen nach Art und Weise und den Räumen des Trauerns in der Gesellschaft.